Das Modehaus C&A hat seinen Sitz in Düsseldorf und Brüssel und befindet sich seit seiner Gründung im Jahr 1841 im Besitz der Familie Brenninkmeijer. Die Brüder Clemens und August, welche den Betrieb schufen, verliehen dem Bekleidungsunternehmen mit ihren Initialen seinen Namen.
Die Geschichte von C&A begann mit dem Handel von Leinen, um das Einkommen aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen aufzustocken. Der Absatz erfolgte überwiegend in den Niederlanden. 1861 wurde in Sneek das erste C&A-Geschäft gegründet, welches als weltweiter Vorreiter fertige Kleidung in verschiedenen Konfektionsgrößen anbot.
Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Unternehmen zu einem bekannten Bekleidungsbetrieb, der an immer mehr Standorten seine Niederlassungen gründete und schließlich zum deutschen Marktführer und internationalen Wettbewerber im Textilienhandel aufstieg. Die erste größere Krise, abgesehen vom Zweiten Weltkrieg, ereilte C&A erst 1987, als das Management der Firma dem sinkenden Umsatz zu wenig Beachtung schenkte. Die Marktanteile des Unternehmens gingen stark zurück, bis in den 90er Jahren eine Umstrukturierung von C&A erfolgte.
1998 erhielten viele Manager des Betriebes ihre Kündigung, man schuf eine Europa-Zentrale und verwaltete von dort aus die zehn Landesgesellschaften, die 2001 zur Cofra Holding AG zusammen gefasst wurden. Nicht wirtschaftliche Filialen wurden weltweit geschlossen.
Heute agieren die Landesgesellschaften teilweise unabhängig voneinander, dennoch werden Bereiche wie IT, Einkauf oder Logistik zentral für alle Länder gesteuert. Von Brüssel aus, dem „European Executive Board“, erfolgt die strategische Planung und Unternehmensführung für den internationalen Markt.
Das Unternehmen unterhält derzeit etwa 1200 europäische und 400 deutsche Filialen, welche sich in Family-Stores, Small Family-Stores, Kids-Women-Stores und Kids Stores gliedern. C&A hält 10 Eigenmarken in seinem Warensortiment, darunter unter anderem „Clockhouse“, „Westbury“ oder „BabyClub“. Auch Lizenzmarken wie Disney oder „The Dome Collection“ sind in der Produktpalette wiederzufinden. 2006 erweiterte man das unternehmenseigene Angebot um eine Autoversicherung, gemeinsam mit dem Kooperationspartner DA Direkt, Anfang 2007 wurde für Kunden ein Ratenkredit über die neu gegründete C&A Bank GmbH unter dem Namen „C&A Money“ angeboten.
C&A ist mittlerweile in 16 europäischen Ländern aktiv und unterhält rund 34.000 Mitarbeiter. Auch in Mexiko, Brasilien, Argentinien und China wurden Märkte erschlossen. Das Hauptgeschäft konzentriert sich allerdings auf den deutschen Absatzmarkt, welches 1911 mit einer Berliner Niederlassung seinen Anfang nahm. Das Modehaus expandiert in einem rasanten Tempo und erweitert die Unternehmensstruktur auch durch Übernahmen, wie beispielsweise der Kindermodenkette „Flic Flac“ im Jahr 2004.
Besonders beliebt ist das Warensortiment von C&A aufgrund seiner günstigen Preise und seines vielfältigen Angebotes für Babys, Kinder, Damen und Herren. Das Familienunternehmen steht auch heute noch an der Spitze der weltweiten Bekleidungshäuser. Das Vermögen der Familie Brenninkmeijer wird auf rund 15 Milliarden Euro geschätzt, womit die Familie zu den reichsten Menschen der Niederlande gehört.